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Ordnung in der Fotosammlung - Teil 3
Sie haben in den ersten beiden Teilen dieser Artikelserie  Grundlegendes zum Aussortieren und Einordnen Ihrer Fotos in Ordner lesen können. Ab einer gewissen Größer der Bildersammlung verliert aber jedes Ordnersystem seine Übersichtlichkeit. Es ist dann nahezu unmöglich ein bestimmtes Foto auf Anhieb zu finden. Heute soll es um Schlagworte bzw. „Tagging“ gehen, das Ihnen beim ordnen helfen kann.

Artikelreihe: "Ordnung in der Fotosammlung."

  • Teil 4: Kostenlose Verwaltung mit Picasa.
  • Teil 5: Profitool: Lightroom 2.0

Vergabe von Schlagworten

„Tagging“ – Die Vergabe von Stichworten

Stellen Sie sich vor, Sie ordneten Ihre Bilder in mit Datum oder konkreten Ereignissen beschriftete Schuhkartons. Bis zu einer bestimmten Größe in der Bildersammlung mag das gehen. Stellen Sie sich aber weiterhin vor, dass Sie ein Blumenfoto aus dem Mai suchen. Sie haben nun das Problem, dass Sie jede Menge Fotos von Blumen im Mai gemacht haben, diese sich aber alle in unterschiedlichsten Schuhkartons innerhalb Ihres Umzugskartons „Mai“ befinden.

Richtig erkannt, Sie müssten nun alle Kartons öffnen und nach Blumenfotos durchsuchen, oder diese von Anfang an in einem extra „Blumenkarton“ ablegen. In diesem Fall hätten Sie aber Probleme unter all den Fotos die im Mai gemachten zu finden.

Genau hier setzt das „Tagging“ ein. Zugegeben, meinen Vergleich mit dem Schuhkartons kann ich hier nicht mehr weiterführen, aber die Grundproblematik sollte klar sein.

Wie funktioniert das Tagging?

Ihre Fotos sind in unterschiedliche Ordner einsortiert. Sie können nun an jedes Ihrer Fotos, oder an mehrere auf einmal, Stichworte anhängen – Tags vergeben. So können Sie beispielsweise an jedes Ihrer Blumenfotos die Sie im Mai gemacht haben von Anfang an das Stichwort „Blumen“ anhängen.

Sie können allgemeine Stichworte wie „Natur“ oder „Menschen“, aber auch konkretere wie „Tante Gretel“ oder „Schneeglöckchen“ an ihre Bilder heften. Soweit sollte es jedem klar sein.

Was bringt mir diese Vergabe von Stichworten?

Die Stichworte vergibt man natürlich nicht aus reiner Langeweile, es steckt schon ein Sinn dahinter. Sie können jetzt Ihre gesamten Bilder, oder auch nur den Ordner „Mai“ nach eben diesen Stichworten durchsuchen lassen.

Nun ist es kein Problem mehr dem Computer zu sagen: „Bitte zeige mir alle Blumenfotos aus dem Mai an.“

Natürlich können Sie auch mehrere Stichworte kombinieren. Je nachdem wie detailliert Sie diese vergeben haben, ist es auch möglich alle gelben Blumen aus dem Mai anzeigen zu lassen.

Für wen lohnt sich die Stichwortvergabe?

Prinzipiell für nahezu jeden, der viele Fotos auf dem Rechner hat. Man kann Bilder nur ganz allgemein „taggen“, aber auch bis ins letzte Detail. Hier müssen Sie nun ganz einfach überlegen, was für Sie sinnvoll ist.

Müssen Sie wirklich unterscheiden, ob es gelbe oder rote Blumen waren, die Sie im Mai fotografiert haben? Reicht es vielleicht nicht aus sich alle „Blumen“ herauszufiltern um dann schnell mit dem Auge die richtigen Fotos zu finden? Diese Frage müssen Sie sich selbst beantworten.

Grundsätzlich ist eine Stichwortvergabe dann sinnvoll, wenn man regelmäßig Zeit damit verbringt Fotos zu bestimmten Themengebieten zu suchen. Hier müssen Sie einfach abwägen, ob es schneller geht alle durchzusehen oder, ob es nicht vielleicht am Ende mehr Zeit spart beim Import in den Rechner die Bilder mit Schlagworten zu versehen.

Dazu brauche ich bestimmt teure Software, oder?

Nein, ist hier die Antwort. Es gibt zahlreiche kostenlose Programme wie Google’s Picasa und selbst Windows kann Stichworte vergeben.

Unter Windows finden Sie diese Funktion, indem Sie auf ein Bild mit der rechten Maustaste klicken und im erscheinenden Kontextmenü auf „Eigenschaften“ klicken. Dort auf den Reiter „Dateiinfo“. Hier können Sie nun Stichworte nach Herzenslust vergeben.

Bequemer geht das natürlich mit speziellen Programmen. Es hat auch seine Gründe, wieso manch eine Bildverwaltungssoftware Geld kostet, aber prinzipiell geht das „Tagging“ auch mit den eigenen Mitteln Ihres Betriebssystems.

In den nächsten Teilen der Artikelserie, werden wir Ihnen mit Picasa ein kostenloses und mit Lightroom ein ziemlich aufwendiges und teures Bildverwaltungsprogramm vorstellen.

 

Es gibt doch da noch die Meta bzw. EXIF Daten?!?

Richtig, und darum wird es im nächsten Teil gehen, bevor wir in die einzelnen Programme einsteigen. Ursprünglich wollten wir diese Thematik  in diesem Beitrag behandeln, um eine bessere Struktur zu wahren, wird es dazu aber einen weiteren Teil geben.


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