Artikel von Daniel Zellfelder - aktualisiert am 22. März 2011 - veröffentlicht am 9. Juli 2009

Gruppenfotos Teil 1: Richtig aufgestellt!

Autor: Daniel Zellfelder

Wie mache ich ein ausdrucksstarkes Gruppenfoto? Wie sorge ich dafür, dass die Menschen wie eine Gruppe aussehen? Welche Lichtverhältnisse sind gut geeignet? Solche und ähnliche Fragen bekommen wir immer wieder zu hören. Da Gruppenfotos ein recht umfangreiches Themengebiet sind, gibt es eine ganze Artikelreihe dazu. Im ersten Teil geht es um das grundsätzliche Aufstellen der Gruppe.

Enger zusammen

Eine der wichtigsten Aufgaben des Fotografen ist es natürlich die Gruppe richtig aufzustellen. Eine Gruppe hat aber dummerweise die Angewohnheit in 99,9% der Fälle nicht eng genug beieinander zu stehen. Wenn Sie als Fotograf hier nicht reagieren, entsteht im schlimmsten Fall ein Gruppenfoto, das so gar nicht nach „Gruppe“ aussieht. Doch dieses Problem ist recht einfach zu umgehen.

Nachdem Sie die Gruppe dazu ermuntert haben sich aufzustellen, sollten Sie diese erneut dazu aufrufen näher zueinander zu rücken. Doch wieso ist das so wichtig?  Ganz einfach: Sobald sich – wenn auch nur relativ kleine – Lücken bilden, oder grundsätzlich zu viel Abstand zwischen den einzelnen Personen ist, so kann es leicht passieren, dass der Betrachter die Gruppe nicht mehr als Gruppe sondern nur eine Ansammlung von Einzelpersonen wahrnimmt. Sie als Fotograf müssen hier je nach Situation also einen gekonnten Spagat zwischen dem Abbilden als Gruppe und dem Darstellen der einzelnen Persönlichkeiten innerhalb dieser schaffen. Das hängt natürlich auch davon ab, was Sie mit dem Bild ausdrücken möchten.

Sie das auch kreativ nutzen, indem Sie einzelne Personen gezielt nach vorne stellen und diese etwas mehr Abstand zu den Übrigen halten. So können Sie einzelne Personen wie einen Bandleader oder Chef einer Firma hervorheben. Aber auch hier ist es wieder wichtig sich vorher bewusst zu werden, welche Wirkung beim Betrachter entstehen soll.

Bin ich zu sehen?

Wenn Du die Kamera siehst, sieht sie Dich.

Diesen Spruch sollten Sie sich unbedingt merken. Fragen Sie direkt nach, ob jeder in das Objektiv der Kamera blicken kann. Wenn nicht, so genügt meist ein Schritt nach links oder rechts  um das Problem zu lösen. Ist das der Fall, haben Sie eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass nahezu jeder zu sehen ist.

Eine zusätzliche Kontrolle Ihrerseits bleibt Ihnen dabei aber dennoch nicht erspart. Vertrauen ist zwar gut, die Enttäuschung später nicht zu sehen zu sein aber groß, und somit kommen Sie um die Kontrolle nicht herum.

Wenige Reihen

Bei einem klassischen Gruppenfoto steht die Gruppe meistens in Reihen vor Ihnen. Dabei sollten Sie allerdings darauf achten, dass sich nicht zu viele Reihen bilden da ansonsten je nach gewählter Blende die hinteren Reihen aufgrund fehlender Tiefenschärfe nicht mehr scharf abgebildet werden. Sie könnten zwar die Blende weiter schließen – einer höheren Blendenzahl – um dieses Problem zu umgehen, doch nicht immer haben Sie genügend Licht dafür. Daher sollten Sie versuchen möglichst wenige Reihen zu haben oder beispielsweise einen erhöhten Standpunkt auswählen. So sind es zwar mehrere Reihen, aber alle haben ungefähr den gleichen Abstand zur Kamera.

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Autor des Artikels: Daniel Zellfelder

Hallo zusammen! Ich bin Jahrgang 1990 und mich fesseln Fotografie, grafische Arbeiten sowie das Erstellen von Webseiten. Neben der Natur fotografiere ich Menschen und Veranstaltungen. Derzeit probiere ich mich an der Konzeptfotografie. Um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, habe ich 2006 dieses Onlinemagazin ins Leben gerufen.

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