Artikel von Gastautor - aktualisiert am 6. August 2011 - veröffentlicht am 18. September 2008

Kommentar: JPEG und RAW

Autor: Gastautor

RAW und JPEG. Zwei Formate wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Vom Ansatz, vom Ergebnis und von der dahinter steckenden Technik. Direkt vergleichen kann man die beiden Formate nicht, aber man kann die unterschiedlichen Ansätze vorstellen. So wird schnell deutlich, welche Ansätze hier dem jeweiligen stecken.  Für welches Sie sich entscheiden liegt dann in Ihren Händen.

Als die digitale Fotografie noch in den Kinderschuhen steckte, wurden Kamerahersteller und Nutzer zu ständigen Kompromissen zwischen Qualität und Speicherkapazität gezwungen. Die Speicherkarten hatten Kapazitäten von 128 bis 256 MB oder sogar weniger. Die Auflösungen professioneller Digitalkameras stiegen immer schneller auf höhere Megapixelzahlen.

Da die vom Kameraprozessor entwickelten Bilddaten durch das Datenkompressionsverfahren auf eine skalierbare Größe geschrumpft werden ist es günstiger das JPEG- Format zu nutzen wenn der vorhandene Speicher gering ist. So wird für datenintensive Fotografien weniger Speicherplatz benötigt.

Bei den JPEG- Voreinstellungen kann der Fotograf zwischen optimaler Bildqualität und hoher oder niedriger Datenkompression wählen. Bei diesem Entwicklungsprozess gehen jedoch auf jeden Fall bei hohen Kompressionsraten Bildinformationen verloren.

Wenn Sie ihre Fotografien selbst „entwickeln“ wollen, sollten sie ihre Fotografien im RAW- Format speichern und diese später mit einem entsprechenden RAW- Konverter „entwickeln“.

Die RAW- Datenentwicklung wiederum bringt  den Nachteil mit sich, dass sie einiges an Mehraufwand für den Fotografen bedeutet als der automatische  Entwicklungsprozess für die JPEG- Speicherung. Zudem verlangen die riesigen Dateien   leistungsstärkere Computer mit schnelleren Prozessoren, größeren Arbeitsspeichern und hohen Festplattenkapazitäten.

Lohnt sich der Mehraufwand?

Der größte Vorteil von Bildern im RAW- Format  besteht darin, dass sie praktisch nahezu alle erfassten Informationen erhalten und Sie diese bei der nachträglichen Entwicklung noch bearbeiten können. Der Fotograf kann im RAW- Format auf Bildinformationen zurückgreifen, die ihm im JPEG- Format nicht mehr zur Verfügung stehen.

So lassen sich im RAW- Format später am PC beispielweise Kontraste, Farbfehler, Fehlbelichtungen und vieles mehr nachträglich korrigieren. Manche Fotografen schrecken von der Rohdatenverarbeitung zurück, da sie ihnen als zu Zeitaufwändig erscheint oder weil sie RAW- Daten als Speicherplatzfresser fürchten.

Jedes Dateiformat, egal ob JPEG oder RAW besitzt sein Vor- und Nachteile. Probieren Sie am Besten einmal beide Dateiformate aus und finden Sie so heraus, welches Format Ihnen lieber ist.

Meine Wahl

Ich habe mich für das RAW- Format entschieden, da ich dort später noch mehr Möglichkeiten habe Veränderungen am Bild vorzunehmen und ich die Bilder so in einem nahezu verlustfreien Format besitze. Die größeren Dateien nehme ich dafür gerne in Kauf und mit ausreichend großen Speicherkarten und externen Festplatten zur Speicherung der RAW- Dateien sind auch diese großen Dateien kein Problem.

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