Artikel von Daniel Zellfelder - aktualisiert am 7. August 2011 - veröffentlicht am 22. Februar 2007

Mythos HDR Fotografie

Autor: Daniel Zellfelder

Wenn Sie sich auf Fotoseiten umschauen, werden Sie in den letzten Jahren die sogenannten HDR-Fotos gesehen haben. Diese magischen und durch Kontrastumfang beeindruckenden Bilder erlebten einen regelrechten Boom. Das besondere an diesen Fotos ist der Detailreichtum, der durch den hohen Kontrastumfang entsteht. Auch Sie können mit spezieller Software solche Aufnahmen erstellen.Zunächst sollte man sich vor Augen für, dass normale Fotos einen Kontrast von 1000:1 haben, eine reale Szenen aber einen Kontrast von 100.000:1. Der besondere Trick besteht nun darin, sowohl die hellen als auch die dunklen Bereiche eines Bildes mit Details zu füllen. Dazu bedingt man sich diverser HDR-Techniken.

Ein paar interessante HDR-Fotos gibt es bei digitalpicturezone zu sehen.

Wie funktioniert das Erstellen eines HDR-Bildes?

Um diesen Detailreichtum zu erreichen behilft man sich eines einfachen Tricks. Man nimmt eine ganze Belichtungsreihe eines Motivs auf. Das heißt, Sie machen von einem Motiv drei Fotos, mit folgenden Eigenschaften:

  • unterbelichtet
  • normal
  • überbelichtet

Dies können Sie natürlich noch beliebig verfeinern, um noch mehr Details darstellen zu können. Diese Fotos fügen Sie anschließend am PC zusammen und haben ihr HDR Bild?

Nein, nicht ganz. Ein normaler Monitor kann solch einen Kontrast gar nicht darstellen und deshalb wirkt das Bild nun erst einmal nicht ganz wie erwartet. Und genau an diesem Punkt greift spezielle Software, wie z.B. das Programm professionelle Photomatix.

Software

Die Software reduziert mittels Dynamikkompression (engl. Tonemapping) den Kontrastumfang kontrolliert herunter, sodass eine darstellbare Datei entsteht, welche trotzdem beeindruckt. Je nach verwendeter Software und verwendetem Verfahren zur Dynamikkompression haben Sie dabei unterschiedlich viele Eingriffsmöglichkeiten.

Als Software können Sie natürlich wie immer auch Photoshop benutzen ( Datei / Automatisieren / zu HDR zusammenfügen ) , doch da uns klar ist, dass nicht jeder von Ihnen Photoshopnutzer ist, haben wir uns nach einer Alternative umgeschaut und sind dabei auf die Software Photomatix Pro gestoßen, die zwar mit ca. 70€ nicht ganz billig ist, aber auch als kostenlose Testversion zeitlich unbeschränkt und im vollen Funktionsumfang genutzt werden kann. Einziger Nachteil der kostenlosen Version ist, dass das Programm ein Wasserzeichen einfügt. Wen das also nicht stört, findet in der Software ein gutes Mittel um HDR Fotos kostenlos zu erstellen.

Fazit: Des einen Freud, des andern Leid

Klar ist HDR ein interessanter Trend, auch wenn er inzwischen wieder mehr am abnehmen ist. Jedoch sollte man es nicht übertreiben. Anfangs mögen die surrealen Bilderwelten noch beeindruckt haben, inzwischen wirken Sie aber oft einfach nur noch wie der Versuch ein schlechtes Foto zu retten.

Meiner Meinung nach merkt man einem gutem HDR-Foto gar nicht sofort an, dass es sich um ein solches handelt. Zunächst sollte ein gutes HDR vor allem durch interessanten Detailreichtum glänzen und den Betrachter nicht mit den Worten „ich bin ein HDR-Bild“ anschreien. Wer die Waage hält zwischen Realität und Bildbearbeitung hält kann mit dieser Technik wunderschön detailreiche Bilder schaffen.

Autor des Artikels: Daniel Zellfelder

Hallo zusammen! Ich bin Jahrgang 1990 und mich fesseln Fotografie, grafische Arbeiten sowie das Erstellen von Webseiten. Neben der Natur fotografiere ich Menschen und Veranstaltungen. Derzeit probiere ich mich an der Konzeptfotografie. Um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, habe ich 2006 dieses Onlinemagazin ins Leben gerufen.

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