Artikel von Daniel Zellfelder - aktualisiert am 25. Juni 2012 - veröffentlicht am 9. Oktober 2007

Lightpainting: Malen mit Licht

lightpainting Autor: Daniel Zellfelder

Malen mit Licht ist eine interessante Technik, welche immer mehr Fotografen für sich entdecken. Die fast magischen Fotos entstehen durch eine lange Belichtungszeit von beispielsweise 30 Sekunden und deutlich mehr. Man malt mit einer Taschenlampe Figuren und Symbole in die Luft, und erstellt so ein „Lichtbild“.

Fünf Quicktipps für Ihr Lightpainting

Beim Malen mit Licht sind dem Fotografen keine Grenzen gesetzt. Hier kann man der Kreativität freien Lauf lassen. Ein paar Tipps sollte man jedoch beachten:

  • Stativ: Stellen Sie die Kamera unbedingt auf ein Stativ
  • Fernauslöser: Nutzen Sie soweit vorhanden einen Funk- bzw. Kabelauslöser
  • Belichtungszeit: Wählen Sie eine Belichtungszeit von  30 Sekunden und mehr
  • Blende: Schließen Sie die Blende sehr weit (große Blendenzahl)
  • Kreativ: Überkleben Sie die Lichtquelle mit farbige Folien

Wie funktioniert Lightpainting?

Beim Lightpainting belichten Sie Ihr Foto über einen relativ langen Zeitraum. Während der Belichtung malen Sie nun im wahrsten Sinne des Wortes mit einer oder mehreren Lichtquellen wie z.B. Taschenlampen.

Die Umgebung und der Aufbau
Zum ersten Ausprobieren dunkeln Sie am besten einen Raum komplett ab und befestigen Ihre Kamera auf einem Stativ. Solch lange Belichtungszeiten können Sie weder aus der Hand halten, noch haben Sie beim Malen mit der Taschenlampe Ihre Hände frei. Außerdem sollten Sie einen Fernauslöser anschließen.

Die Einstellungen an der Kamera
Als erstes stellen Sie die Kamera ungefähr auf die Entfernung in der Sie malen wollen scharf.
Wählen Sie anschließend eine möglichst weit geschlossene Blende (große Blendenzahl!) wie beispielsweise Blende 22 oder 32 ein. So erreichen Sie, dass der Raum auch bei möglichen Lichtresten relativ dunkel bleibt.

Den ISO-Wert können und sollten Sie auf der niedrigsten Einstellung lassen. Bei solchen Langzeitbelichtungen erhalten Sie sonst ein sehr störendes Bildrauschen. Außerdem würde ein hoher ISO-Wert der Verdunklung des Raumes entgegenwirken.

Als Belichtungszeit empfiehlt sich eine Zeit von 30 Sekunden und mehr. Hier müssen Sie gegebenenfalls ein wenig experimentieren. Besonders leicht geht das Lightpainting im sog. „Bulbmodus“, den viele Spiegelreflexkameras unterstützen. Solange der Auslöser gedrückt wird, belichtet die Kamera nun. Haben Sie einen Fernauslöser, so können Sie diesen zu Begin der Aufnahme einrasten und nach Vollendung Ihres Werkes die Belichtung beenden.

Das Malen kann losgehen!
Nun können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich an Ihren ersten Lichtgemälden versuchen. Mit der Belichtungszeit können Sie natürlich experimentieren. Sie können sich beim Malen aber ruhig etwas Zeit lassen.

Inspirationsquellen für Ihr Lightpainting

Wenn Sie noch weitere Inspiration brauchen, dann schauen Sie sich hier um:

Malen mit Licht in Kombination mit Stop-Motion

Mit dem Malen mit Licht lässt sich aber noch viel mehr machen, also bloß feststehende Bilder. Kombiniert mit der Stop-Motion-Technik entstehen daraus beeindruckende Filme. Bei der Stop-Motion-Technik werden Gegenstände animiert, indem sie für jedes einzelne Bild des Filmes immer nur geringfügig verändert werden.

  1. Bildquelle (Artikelbild oben): fotolia.com – albedopix

Autor des Artikels: Daniel Zellfelder

Hallo zusammen! Ich bin Jahrgang 1990 und mich fesseln Fotografie, grafische Arbeiten sowie das Erstellen von Webseiten. Neben der Natur fotografiere ich Menschen und Veranstaltungen. Derzeit probiere ich mich an der Konzeptfotografie. Um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, habe ich 2006 dieses Onlinemagazin ins Leben gerufen.

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3 Kommentare
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