Artikel von Redaktion - aktualisiert am 29. Juni 2011 - veröffentlicht am 19. Juni 2007

Das Objektiv – Spezialobjektive

Autor: Redaktion

Weiterhin gibt es Spezialobjektive, die besondere Eigenschaften haben. Je nach Vorliebe oder Auftrag des Fotografen kann sich ein Blick auf eines der folgenden lohnen: Tilt- & Shiftobjektive, Makroobjektive, Spiegelteleobjektive und Fischauge.

Tiltobjektive

Mit einem Tiltobjektiv kann man die Schärfeebenen, die im Normallfall parallel zum Film / Sensor liegt, kippen (auch als Scheimpflug bekannt). Somit kann man z.B. schräg vor einem Haus stehen, die Hauswand aber von vorne bis hinten scharf abbilden, die Strasse vor dem Haus aber unscharf werden lassen. Für Kleinbildkameras gibt es nur wenige Objektive, die diese Möglichkeit bieten, die Objektive sind i.d.R. manuell zu bedienen, ohne Stativ schwierig einzusetzen und relativ teuer. Meist sind diese Objektive auch mit einer Shift-Funktion ausgestattet.

Video mit Tilt-Shift Effekt

Shiftobjektive

Mit einem Shiftobjektiv kann man stürzende Linine vermeiden, die auftreten, wenn man die Kamera nach hinten kippt, um z.B. ein Hochhaus ganz aufzunehmen. Richtet man die Filmebene parallel zum Haus aus, bekommt man evtl. das Haus nicht komplett ins Bild. Kippt man die Kamera, wird das Haus nach oben hin dünner. Mit einem Shift kann man dies verhindern.

Makroobjektiv

Ein Makroobjektiv ist meistens eine Festbrennweite, die es ermöglich, ein Objekt sehr groß abzubilden. Hier wird oft der Maßstab 1:1 angegeben, was bedeutet, dass ein 1cm großes Objekt auf einem analogen Negativ auch 1cm groß dargestellt wird. Damit hat man oft die Möglichkeit, kleine Objektve aufzunehmen und sehr groß darzustellen. Es gibt auch viele Objektive, die eine Makrofunktion haben, z.B. ein Zoom-Objektiv mit Makro. Diese haben meistens einen kleineren Abbildungsmaßstab und lediglich eine kleinere Grenze für den nächstmöglichen Abstand.

Spiegelteleobjektive

Diese Sorte erreicht eine lange Brennweite, indem sie das Licht über zwei Spiegel im Inneren des Objektives reflektiert, bevor es über eine Linse zur Kamera gebündelt wird. Dadurch wird das Gehäuse des Objektives kleiner und das Objektiv leichter. Die Abbildungsqualität leidet aber meist. Zur Verdeutlichung: ein 1000mm-Objektiv hat eine Länge von ca. 1m (am vorderen Ende kommen noch ein paar Millimeter hinzu). Mit einem Spiegelobjektiv kann man das Licht erst nach hinten, dann wieder zum vorderen Ende und wieder nach hinten leiten, somit teilt sich die Länge auf ca. 33cm.

Fischauge

Ein Fischauge ist ein Weitwinkelobjektiv (oft im Bereich von 6mm bis 15mm), welches ein kreisrundes Bild liefert und sich durch starke Verkrümmungen der Linien, die ausserhalb der mittleren Senkrechten und Waagerechten liegen. Diesen Effekt kennt man auch von Türspionen an den Haustüren.

  1. Bildquelle (Artikelbild oben): fotolia.com – fefufoto
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