Artikel von Daniel Zellfelder - aktualisiert am 7. August 2011 - veröffentlicht am 10. November 2008

Ordnung: Vergabe von Schlagworten

Autor: Daniel Zellfelder

Sie haben in den ersten Teilen dieser Artikelserie  Grundlegendes zum Aussortieren und Einordnen Ihrer Fotos in Ordner lesen können. Ab einer gewissen Größe der Bildersammlung verliert jedes Ordnersystem seine Übersichtlichkeit. Es ist dann nahezu unmöglich ein bestimmtes Foto auf Anhieb zu finden. Heute soll es daher um Schlagworte bzw. das „Tagging“ gehen, das Ihnen beim Ordnen helfen kann.

„Tagging“ – Die Vergabe von Stichworten

Stellen Sie sich vor, Sie ordnen Ihre Bilder in mit Datum oder konkreten Ereignissen beschriftete Schuhkartons. Bis zu einer bestimmten Größe in der Bildersammlung mag das gehen. Stellen Sie sich aber vor, dass Sie ein Blumenfoto aus dem Mai suchen. Sie haben nun das Problem, dass Sie jede Menge Fotos von Blumen im Mai gemacht haben, diese sich aber alle in unterschiedlichsten Schuhkartons befinden. Also beispielsweise „Mai 2009“, „Mai 2010“ oder „Mai 2011“.

Sie müssten nun alle Kartons öffnen und nach Blumenfotos durchsuchen, oder diese von Anfang an in einem extra „Blumenkarton“ ablegen. In diesem Fall hätten Sie aber Probleme unter all den Fotos die zu finden, die Sie im Mai gemacht haben.

Genau hier setzt das „Tagging“ ein. Zugegeben, meinen Vergleich mit dem Schuhkartons kann ich hier nicht mehr weiterführen, aber die Grundproblematik sollte klar sein.

Wie funktioniert das Tagging?

Ihre Fotos sind in unterschiedliche Ordner einsortiert. Sie können nun an jedes Ihrer Fotos, oder an mehrere auf einmal, Stichworte anhängen bzw. Tags vergeben. So können Sie an jedes Ihrer Blumenfotos die Sie im Mai gemacht haben von Anfang an das Stichwort „Blumen“ anhängen.

Sie können allgemeine Stichworte wie „Natur“ oder „Menschen“, aber auch konkretere wie „Tante Gretel“ oder „Schneeglöckchen“ an ihre Bilder heften. Das kann man natürlich, wenn man besonders viele Fotos von Pflanzen beispielsweise macht auch sehr sehr kleinschrittig und detailliert machen.  Soweit sollte es jedem klar sein.

Was bringt mir diese Vergabe von Stichworten?

Die Stichworte vergibt man natürlich nicht aus reiner Langeweile, es steckt schon ein Sinn dahinter. Sie können jetzt Ihre gesamten Bilder, oder auch nur einzelne Ordner nach eben diesen Stichworten durchsuchen lassen.

Nun ist es kein Problem mehr dem Computer zu sagen: „Bitte zeige mir alle Blumenfotos aus dem Mai an.“

Natürlich können Sie auch mehrere Stichworte kombinieren. Je nachdem wie detailliert Sie diese vergeben haben, ist es auch möglich alle gelben Blumen aus dem Mai anzeigen zu lassen, die einen grünen Hintergrund haben.

Für wen lohnt sich die Stichwortvergabe?

Prinzipiell für nahezu jeden, der viele Fotos auf dem Rechner hat. Man kann Bilder nur ganz allgemein „taggen“, aber auch bis ins letzte Detail. Hier müssen Sie nun ganz einfach überlegen, was für Sie sinnvoll ist.

Müssen Sie wirklich unterscheiden, ob es gelbe oder rote Blumen waren, die Sie im Mai fotografiert haben? Reicht es vielleicht nicht aus sich alle „Blumen“ herauszufiltern um dann schnell mit dem Auge die richtigen Fotos zu finden? Diese Frage müssen Sie sich selbst beantworten.

Grundsätzlich ist eine Stichwortvergabe dann sinnvoll, wenn man regelmäßig Zeit damit verbringt Fotos zu bestimmten Themengebieten zu suchen. Hier müssen Sie einfach abwägen, ob es schneller geht alle durchzusehen oder, ob es nicht vielleicht am Ende mehr Zeit spart beim Import in den Rechner die Bilder mit Schlagworten zu versehen.

Dazu brauche ich bestimmt teure Software, oder?

Nein, ist hier die Antwort. Es gibt zahlreiche kostenlose Programme wie Google’s Picasa und selbst Windows kann Stichworte vergeben.

Unter Windows finden Sie diese Funktion, indem Sie auf ein Bild mit der rechten Maustaste klicken und im erscheinenden Kontextmenü auf „Eigenschaften“ klicken. Dort auf den Reiter „Dateiinfo“. Hier können Sie nun Stichworte nach Herzenslust vergeben.

Bequemer geht das natürlich mit speziellen Programmen. Es hat auch seine Gründe, wieso manch eine Bildverwaltungssoftware Geld kostet, aber prinzipiell geht das „Tagging“ auch mit den eigenen Mitteln Ihres Betriebssystems.

Als Beispiel für ein kostenloses Programm könnte man Googles Picasa nennen und als beispiel für ein professionelles und kostenpflichtiges Programm könnte man Lightroom nennen. Letzteres verwende ich auch persönlich für das Verwalten meiner Fotos.

Je nach Programm kann man sich auch vorgefertigter Schlagwortkataloge bedienen. Dann muss man sich keine eigene Struktur überlegen. Ich bin allerdings der Meinung, wenn ich schon eine Verschlagwortung vornehmen, dann auch nach meinem eigenen System.

Alle Beiträge der Serie „Ordnung in der Fotosammlung”

Autor des Artikels: Daniel Zellfelder

Hallo zusammen! Ich bin Jahrgang 1990 und mich fesseln Fotografie, grafische Arbeiten sowie das Erstellen von Webseiten. Neben der Natur fotografiere ich Menschen und Veranstaltungen. Derzeit probiere ich mich an der Konzeptfotografie. Um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, habe ich 2006 dieses Onlinemagazin ins Leben gerufen.

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