Artikel von Daniel Zellfelder - aktualisiert am 15. März 2011 - veröffentlicht am 27. März 2008

Tipps gegen langweilige Diashows

Autor: Daniel Zellfelder

Diaabende sind nicht nur lang, sondern auch langweilig. Dieses Klischee ist weit verbreitet und trifft viel zu oft zu. Wir haben für Sie Tipps und Tricks zusammengestellt, wie Sie bei Ihrer nächsten Diashow bei Ihren Zuschauern punkten können.

Das wichtigste: Treffen Sie eine gute Auswahl

Viel wichtiger als die Technik und der Raum ist eine gute Auswahl zu treffen. Nehmen Sie sich hierfür viel Zeit. Ihre Zuschauer werden es Ihnen danken!

Ein Foto pro Motiv
Es ist lobenswert, wenn Sie beispielsweise eine Blume aus den unterschiedlichsten Perspektiven fotografieren haben. Legen Sie sich für die Diashow allerdings auf das beste Foto der Blume fest. Weniger ist hier eindeutig mehr!

Überlegen Sie sich ein Thema
Zeigen Sie nicht einfach „Bilder aus dem letzten Jahr“, sonderen überlegen Sie sich ein schönes Thema, zu dem Sie Ihre Bilder aussuchen. So fällt es Ihnen leichter eine schlanke Auswahl zu treffen. Fragen Sie sich regelmäßig, ob alle Fotos zu Ihrem Thema passen.

Führen Sie Ihre Zuschauer
Ordnen Sie die Bilder nicht beliebig aneinander. Sorgen Sie für eine logische Struktur, die Lust auf mehr macht! Achten Sie auch darauf, wie einzelnen Bilder hintereinander wirken und ändern Sie gegebenenfalls die Reihenfolge der Fotos. Platzieren Sie Ihre Highlights immer wieder geschickt zwischen den übrigen Fotos. So bleibt Ihnen die Aufmerksamkeit der Zuschauer länger erhalten.

Überfordern Sie Ihre Zuschauer nicht
Auch, wenn Sie im letzten Urlaub 2.000 Fotos gemacht haben, müssen Sie nicht einmal die Hälfte davon zeigen. 100 bis 150 Fotos sollten vollkommen ausreichen.

Lassen Sie sich Zeit für die einzelnen Fotos. Ein Foto muss genügend Zeit zum Wirken haben. Zeigen Sie ein Foto 10-20 Sekunden lang an. Wenn Sie mehr zu einem Foto zu erzählen haben, pausieren Sie die Diashow.

Nach spätestens einer Stunde sollte Schluss sein, außer die Zuschauer wollen mehr sehen.

Die technische Seite

Wer viele Effekte benötigt, hat schlechte Fotos
Die Zwischenüberschrift mag hart klingen, doch wirklich gute Fotos haben keine aufwendigen Überblendeffekte nötig, um zu einer tollen Diashow zu werden.

Überlegen Sie sich genau, welche Effekte Sie einsetzen. Zwar lockern Überblendeffekte die Präsentation auf, Sie können aber auch von den Bildern ablenken beziehungsweise die gesamte Diashow ins kitschige ziehen.

Prinzipiell sollten Sie einen einheitlichen und dezenten Übergang wählen. Beispiele wären hier eine weiche und langsame Blende, ein schlichtes Wechseln der Bilder oder eventuell ein leichter Ken Burns Effekt.

Beim Ken Burns Effekt schwenkt die Kamera leicht durch die Fotos oder es wird leicht gezoomt. So können Sie den Betrachter durch die einzelnen Fotos führen. Übertreiben sollten Sie es mit diesem Effekt allerdings nicht.

Musik und Ton bewusst einsetzen
Die Musik sollte nicht zum „Hintergrundgedudel“ verkommen. Wählen Sie eine passende Musik, die die Bildaussagen unterstreicht. Hardrock und die Frühlingsblüher aus Ihrem Garten können zusammenpassen, müssen es aber nicht.

Bei aufwendigeren Präsentationen sollten Sie außerdem darauf achten, dass die Bildübergänge passend zur Musik gewählt sind. Dies macht zwar einiges an Arbeit, wirkt aber sehr professionell und begeistert.

Bei öffentlichen Vorführungen sollten Sie darauf achten lizenzfreie Musik auszuwählen, da die Präsentation im Nachhinein sonst schnell kostspielig werden kann. Sehr interessant kann es außerdem wirken, wenn Sie gezielt O-Töne zu einzelnen Bildern einspielen.

Beamer, Fernseher, Bildschirm
Ob mit dem Beamer, dem Fernseher, auf dem Ipad oder direkt am Bildschirm ihres Computers: Es gibt viele Möglichkeiten eine Diashow zu zeigen. Umso größer die Bilder dargestellt werden, umso größer ist deren Wirkung.

Sie sollten außerdem gerade bei Beamern auf einen hohen Kontrastumfang und eine hohe Helligkeit (1000 Ansi-Lumen aufwärts) achten. Bei der Auflösung sollten Sie, soweit es Ihr Geldbeutel erlaubt, sich dem Maximum nähern.

Tipp: Wenn sowohl Rechner als auch Beamer den Anschluss per DVI-Kabel ermöglichen, nutzen Sie diesen und wählen Sie nicht den AVI-Anschluss. So können Sie einiges mehr aus den Geräten herausholen, da das Signal nicht umgerechnet werden muss.

Der Raum: gemütlich aber nicht ablenkend

Für den Raum gelten prinzipiell die gleichen Vorraussetzungen wie schon zu den Zeiten von Diaprojektoren. Dunkeln Sie den Raum soweit wie möglich ab um die Wirkung des Bildes zu Erhöhen. Umso weniger vom Bild ablenkt, umso bedeutender wirkt dieses. Achten Sie auch darauf, dass Ihre Gäste bequem sitzen können, vor allem wenn Sie eine längere Show planen.

Kleine Snacks und Getränke kommen meist bei den Gästen gut an.

  1. Bildquellen (Artikelbild oben): fotolia.com – Pavel Losevsky & janaka Dharmasena

Autor des Artikels: Daniel Zellfelder

Hallo zusammen! Ich bin Jahrgang 1990 und mich fesseln Fotografie, grafische Arbeiten sowie das Erstellen von Webseiten. Neben der Natur fotografiere ich Menschen und Veranstaltungen. Derzeit probiere ich mich an der Konzeptfotografie. Um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, habe ich 2006 dieses Onlinemagazin ins Leben gerufen.

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